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Historie

Vom Pflasterbetrieb zum Komplettanbieter rund ums Bauen

Die fast 150jährige Geschichte der Unternehmensgruppe Frauenrath

Die Unternehmensgruppe Frauenrath blickt auf eine fast 150jährige Geschichte zurück. Heute präsentiert sich das Unternehmen, das bereits in der fünften Generation familiengeführt ist, als breit aufgestellter und innovativer Komplettanbieter rund ums Bauen. Doch die Ursprünge der Gruppe lassen sich bis weit in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. 

Ein modernes Straßenbauunternehmen entsteht

Der Straßen- und Wegebau bildet lange Zeit das Kerngeschäft des Unternehmens. Gereon Frauenrath arbeitet bereits in den 1860er Jahren in Hilfarth als Pflasterer. Dem witterungsabhängigen Straßenbau muss damals nicht selten ein Nebenerwerb zu Seite gestellt werden. So pflegt die Familie Frauenrath bis zur Jahrhundertwende ein in der Region florierendes Handwerk: das Korbflechten.  Dass der gelernte Korbmacher Arnold Frauenrath sich Anfang des 20. Jahrhunderts ganz auf den väterlichen Pflasterbetrieb konzentriert, zeugt von unternehmerischer Weitsicht. Denn der junge Unternehmer profitiert vom Siegeszug der Kunstfaser, der in Heinsberg mit der Firma Glanzstoff, dem damals weltweit führenden Hersteller dieser bahnbrechenden Innovation, seinen Ausgangspunkt nimmt. Der Heinsberger Straßenbaubetrieb führt umfangreiche Pflasterarbeiten für Glanzstoff durch und wächst rasch. Schon 1914 zählt man 30 Mitarbeiter. Allerdings beendet der 1. Weltkrieg jäh diese Entwicklung.  In den 1920er Jahren bringt Arnold Frauenrath das Unternehmen erneut auf Wachstumskurs. Ein rasant wachsender Automobilmarkt benötigt neue und bessere Straßen. Aus dem einstigen Pflasterbetrieb wird schnell ein modernes Straßenbauunternehmen, das traditionelles Pflasterhandwerk und modernen Schwarzdeckenbau verbindet. Ergänzend zu seinem Baugeschäft gründet der innovative Unternehmer 1925 gemeinsam mit anderen Gesellschaftern einen Straßenwalzbetrieb, den ersten seiner Art in der Region.

Krieg und Krise

Wieder ist es der Krieg, der den Baubetrieb fast zur Aufgabe zwingt. Die Vereinnahmung der Bauwirtschaft im 2. Weltkrieg durch die 'Organisation Todt' bringt das zivile Geschäft des Unternehmens, das inzwischen von Gereon Frauenrath in dritter Generation geleitet wird, fast vollständig zum Erliegen. Der junge Bauingenieur und einige seiner Mitarbeiter ziehen mit Maschinen der Firma nach Russland. Als der gerade erst 33jährige Familienvater kurz vor Kriegsende als Soldat an der Ostfront fällt, hinterlässt er eine junge Frau mit zwei kleinen Kindern.    

Unternehmerin der ersten Stunde

Die Ausgangslage für den Wiederaufbau des Unternehmens ist denkbar ungünstig. Es mangelt an Fachkräften und Maschinen, das Betriebsgelände ist teilweise zerstört.  Die Witwe Carola Frauenrath leitet fortan mit Unterstützung ihres Schwagers Willi Koenigs und den wenigen verbliebenen Stammarbeitern das Unternehmen. Dies ist in der noch jungen Bundesrepublik eine herausragende Leistung, zumal in einer ganz von Männern dominierten Branche. Ihr oberstes Ziel ist es, das Unternehmen für den heranwachsenden Sohn zu erhalten. Sie scheut deswegen größere Risiken. Gleichzeitig bleiben wichtige Wachstumschancen, die sich in der langen Phase des Wiederaufbaus gerade in der Bauwirtschaft bieten, ungenutzt.  

Aufbruch im Straßenbau und neue Horizonte

Arndt Frauenrath muss das elterliche Baugeschäft durch den Unfalltod seines Onkels Willi Koenigs im Jahr 1963 früher als erwartet übernehmen. Der gerade erst 22jährige Bauingenieur, der das Unternehmen in nunmehr vierter Generation leitet, sieht sich vor enorme Herausforderungen gestellt. Eine Modernisierung ist längst überfällig, umfangreiche Investitionen sind unerlässlich. Es mangelt zudem an jungen und qualifizierten Fachkräften. Gemeinsam mit dem späteren Geschäftsführer Erich Gerards, dem Technischen Leiter Hans Ponßen und einer leistungsstarken Mitarbeiterschaft kann Arndt Frauenrath das Unternehmen konsolidieren. Bis in die 1970er Jahre erfolgt so der Umbau zu einem modernen und schnell wachsenden Bauunternehmen. Schritt für Schritt löst die junge Mannschaft das Unternehmen vom einstigen Profil eines reinen Straßenbauers und stellt sich durch maßvolle Diversifizierung neuen Herausforderungen. Der Einstieg in das Recyclinggeschäft und den Landschaftsbau im Laufe der 1980er Jahre ergänzt schlüssig das Kerngeschäft der Gruppe. Die neuen Geschäftsfelder unterstreichen zugleich die unternehmerische Weitsicht von Arndt Frauenrath. Er ist einer der ersten seiner Branche, der die ökologischen Trends erkennt und zugleich tatkräftig umsetzt.
    
Wachstum mit Augenmaß

Im Jahr des Mauerfalls bezieht die Gruppe die neue Firmenzentrale in der Heinsberger Industriestraße. Die Wiedervereinigung beschert der deutschen Bauwirtschaft einerseits einen regelrechten Bauboom, führt aber andererseits bei nicht wenigen der Branche zu übereifrigem Handeln. Das Führungsteam des Unternehmens, dem mit Gereon und Jörg Frauenrath seit Anfang der 1990er Jahre die inzwischen fünfte Generation angehört, beweist in dieser Phase Augenmaß und setzt auf solides und substantielles Wachstum. Von der Krise, die auf den Boom folgt, bleibt die Frauenrath-Gruppe verschont. Insbesondere das nachhaltige und weitblickende Engagement von Gereon und Jörg in den neuen Bundesländern zahlt sich für das Unternehmen und seine Mitarbeiter aus. Heute beschäftigt Frauenrath im sächsischen Bretnig weit über 100 Menschen.  

Entwickeln, bauen und betreiben

Die junge Unternehmensführung setzt den Diversifizierungskurs konsequent und vorausschauend fort, statt sich auf ein sog. Kerngeschäft zu konzentrieren, wie dies in der Bauwirtschaft aber auch in anderen Branchen zu beobachten ist. Die ersten PPP-Projekte werden realisiert, die Firmen Thomas Zaunbau und BauConcept ergänzen zum Ende der 1990er Jahre die Gruppe. Darüber hinaus verstärkt das Unternehmen sein ökologisches Engagement. Als Betreiber von Windkraft- und Photovoltaikanlagen treibt Frauenrath die Nutzung regenerativer Energien voran. Die Gruppe sieht sich nicht nur als Entwickler, Bauausführender und Betreiber, sondern auch als umweltbewusster Dienstleister für die Zukunft bestens aufgestellt. Dabei lautet die Devise nicht 'Wachstum um jeden Preis', vielmehr betont das heutige Führungsteam  - bestehend aus Gereon und Jörg Frauenrath sowie Bernd Koch, Johannes Jansen und Jörg Topka - die Zusammengehörigkeit und das sinnvolle Miteinander unter dem Dach einer starken Unternehmensgruppe.

Arbeiter von Frauenrath in den 1950 Jahren

Arnold Frauenrath mit seinen Söhnen Moritz und Gereon auf einer Baustelle

Arbeiter der Firma Frauenrath auf der Geilenkirchener Straße 1925

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